Hitzefrei
Hitze: Jetzt wäre eine Abkühlung genau das richtige! | Foto: Thinkstock/DenKuvaiev
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28. Mai 2015

Simon Sperl

Auf einen Blick

Hitzefrei

Wann darf der Unterricht wegen zu großer Hitze ausfallen?

Kurz und knapp

  • Ein generelles Recht auf Hitzefrei existiert nicht
  • Bei mehr als 27 °C darf der Schulleiter den Unterricht eher beenden
  • Oberstufenschüler müssen bei jeder Temperatur am Unterricht teilnehmen

Heißer Sommertag = Hitzefrei?

Nur weil es draußen heiß ist, bedeutet das leider nicht, dass der Unterricht ausfällt. Bis 1998 musste es beispielsweise in Schleswig-Holstein um 11 Uhr vormittags mindestens 25 Grad warm sein, damit es Hitzefrei gab. Diese Regel existiert mittlerweile nicht mehr. Letztendlich entscheidet der Schulleiter, ob er hitzefrei gibt.

Im Schulrecht des Landes NRW heißt es: An Tagen, an denen der Unterricht durch hohe Temperaturen "erheblich beeinträchtigt" wird, darf der Unterricht nach der fünften Stunde beendet werden. Dafür muss das Thermometer jedoch mindestens 27 °C (laut des Schulministeriums NRW) anzeigen. Das gilt allerdings nur für Schüler der Grundschulen und in Klassen der Sekundarstufe I. Oberstufenschüler, die Schüler der Fachschulen und des Zweiten Bildungsweges sind von dieser Regelung ausgenommen.

Selbst wenn die Temperaturen hoch genug sind, heißt das noch nicht, dass Unter- und Mittelstufenschüler bei Hitzefrei nach Hause gehen dürfen. Die Schule ist verpflichtet, die Betreuung zu garantieren. Deshalb haben einige Bundesländer das Hitzefrei für Grundschulen komplett abgeschafft. Bei euch kann statt Frontalunterricht zum Beispiel gemeinsam ein Video angeschaut werden. Klassenarbeiten und Hausaufgaben müssen verschoben werden, da bei zu großer Hitze die Konzentration leidet.

Die Hitzefrei-Regelungen unterscheiden sich in den verschiedenen Bundesländern. Nähere Informationen dazu bieten die zuständigen Schulämter.

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