Star Wars Imperial Assault – Der Rebellenkampf im Brettspiel-Format
Star Wars erobert jetzt auch den Brettspiel-Kosmos | Foto: © Fantasy Flight Games
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16. Mär 2016

Christopher Lymer

Games

Star Wars: Imperial Assault – Das Imperium greift an

Das Tabletop-Rollenspiel im Test

Was zwischen Episode IV und V geschah …

Nachdem es der Rebellenallianz gelungen ist, den (ersten) Todesstern zu vernichten, keimt erneut Hoffnung in der unterdrückten Galaxis auf. Dem Imperium wurde ein gewaltiger Schlag versetzt; eine endgültige Niederlage liegt allerdings in weiter Ferne. Noch während die glimmenden Trümmer der zerstörten Raumstation über der Rebellenbasis auf Yavin 4 niederregnen, schmiedet das Imperium bereits Vergeltungspläne. Kurze Zeit später geht in einem benachbarten Außenposten eine imperiale Signalbake auf Sendung. Ein kleiner Einsatztrupp von Eliteagenten der Rebellion wird ausgesandt, das Signal zu unterbrechen – koste es, was es wolle.

Und so schlüpfen bis zu vier Spieler in die Rolle der Rebellen und treten gegen einen Spielleiter an, der nicht nur die imperialen Streitkräfte befehligt, sondern die Heldengruppe auch durch eine abwechslungsreiche Story-Kampagne führt. Welche Rollen die Spieler dabei einnehmen, wird zu Beginn der Kampagne festgelegt und bis zum Finale beibehalten. Schließlich darf nur der Spielleiter das Kampagnenhandbuch einsehen, welches alle Informationen über den Story-Verlauf, die jeweiligen Missionen, die Spielpläne sowie eintretende Effekte und Belohnungen beinhaltet.

 

Taktisch, spannend, fordernd: Der Kampagnen-Modus

Die Kampagne von "Star Wars: Imperial Assault" besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Missionen mit jeweils eigener Dramaturgie sowie unterschiedlichen Einsatzzielen: So können die Rebellen zum Beispiel den Auftrag erhalten, ein feindliches Terminal in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu zerstören, während der imperiale Spieler das Ziel verfolgt, dies zu verhindern oder die Rebellen zu besiegen.

Insgesamt 59 beidseitig bedruckte Spielplanteile, die wie ein gerastertes Puzzle zu einer Vielzahl verschiedener Kulissen kombiniert werden können, bilden dabei immer neue Einsatzgebiete. Bespielt werden diese dann mit den detailliert gearbeiteten Miniaturen, von denen "Star Wars: Imperial Assault" ganze 35 mitliefert. Während sich jeder Rebellenspieler zu Beginn der Kampagne einen von sechs Helden auswählt, dessen Figur er fortan befehligt, werden alle imperialen Einheiten ausschließlich vom Spielleiter gesteuert.

Spielbrett von Star Wars - Imperial Assault | Foto: © Fantasy Flight GamesDabei verfügt jede Figur oder Figurengruppe über individuelle Eigenschaften: Wie viele Felder sie pro Runde zurücklegen darf, über welche der elf mitgelieferten Würfel der Angriffsschaden ermittelt wird oder über welche Spezialfähigkeiten sie verfügt, können die Spieler den jeweiligen Heldenbögen bzw. Klassenkarten entnehmen. Nicht nur diese Grundeigenschaften, sondern vor allem der Einsatz von zusätzlichen Aktionskarten, speziellen Waffen oder Synergieeffekten geben den rundenbasierten Gefechten enormen strategischen Tiefgang.

Ergänzt wird das taktische Tabletop-Gameplay durch eine motivierende Rollenspielmechanik. Hierbei werden die Spieler nach dem erfolgreichen Absolvieren einer Mission mit Erfahrung und Credits belohnt, welche in neue Fertigkeiten oder Waffen investiert werden können.

Quickie für Zwischendurch: Der Gefechts-Modus

Neben der story-basierten und auf die Heldengruppe fokussierten Kampagne bietet "Star Wars: Imperial Assault" mit "Gefecht" einen weiteren Spielmodus für zwei Personen. Hierbei entscheiden sich die Spieler für eine Fraktion – Rebellion oder Imperium – stellen sich jeweils eine Armee zusammen und führen diese dann gegeneinander ins Feld. Ähnlich wie die Kampagne beschränkt sich auch der Gefechts-Modus nicht auf die bloße Konfrontation, sondern liefert über sogenannte "Gefechts-Einsätze" komplette Szenarien, welche das Setting, die Spielpläne und Missionsziele beschreiben.

Fazit zu Star Wars: Imperial Assault

"Star Wars: Imperial Assault" ist ein Tabletop-Rollenspiel-Hybrid, dem es an Komplexität nicht mangelt: Wer zum ersten Mal die Spielschachtel öffnet und die drei Regelhefte, die Unmengen an Spielkarten, Chips und Plättchen sowie die elf bunten Würfel mit fremdartigen Symbolen erblickt, kann sich hier schon etwas einschüchtern lassen. Wer sich aber einmal auf das – zugegeben – anfangs etwas sperrige Spielsystem einlässt, wird am Ende mit einem anspruchsvollen, fesselnden und süchtig machenden Gesellschaftsspiel belohnt, das sicherlich nicht nur Star Wars Fans entzückt.

Eine weitere insbesondere für Sammler und Bastler interessante Facette dürften zudem die ungemein hübschen und extrem detaillierten Miniaturen darstellen, welche "Star Wars: Imperial Assault" erst zum Leben erwecken. Vom Stormtrooper über Darth Vader bis hin zum ca. 12 cm großen AT-ST warten insgesamt 35 Kunststoff-Figuren darauf, liebevoll bemalt und anschließend außerhalb des Spieleinsatzes ausgestellt zu werden.


Cover von Star Wars: Imperial Assault | Foto: © Fantasy Flight GamesUNICUM Gaming-Tipp

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