Morris aus Amerika DVD
Katrin und Morris freunden sich an, obwohl sie unterschiedlich ticken | Foto: ©Lichtblick Media
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15. Mai 2017

Sandra Ruppel

Filme

Morris aus Amerika

Die Coming-of-Age-Komödie gibt's ab dem 19. Mai auf DVD und Blu-ray

Morris aus Amerika: Darum geht's im Film

Morris (Markees Christmas) hat's nicht leicht. Er ist 13. Aber als ob das allein nicht schon anstrengend genug wäre, ist der afro-amerikanische Teenager kürzlich auch noch mit seinem Vater Curtis (Craig Robinson) aus den USA nach Heidelberg gezogen. Hier verhält sich niemand wie er, hier spricht niemand wie er und überhaupt sind die Deutschen einfach alle ein bisschen anders.

Halt bietet ihm neben seinem Dad, der eher wie ein guter Freund für Morris ist, vor allem seine Liebe zum Hip Hop. Morris träumt davon, bei den Grammys mit seinen fetten Rhymes richtig abzuräumen und übt abends die passenden Moves vorm Spiegel im Kinderzimmer.

Eines Tages verdonnert ihn seine private Deutschtutorin Inka (Carla Juri) dazu, in ein Jugendzentrum zu gehen, weil sie findet, dass Morris Freunde in seinem Alter braucht. Anfangs hat er dazu wenig Lust, denn bisher hat er keine guten Erfahrungen mit den Heidelberger Jugendlichen gemacht. Als Morris sich dann aber schließlich doch überwindet, mal in dem Jugendzentrum vorbeizuschauen, trifft er auf die 15-jährige Katrin (Lina Keller), in die er sich sofort unsterblich verliebt.

Katrin ist hübsch, rebellisch und geheimnisvoll – und kann es nicht erwarten, aus dem kleinbürgerlichen Heidelberg zu fliehen. Eigentlich sind Katrin und Morris ziemlich verschieden. Trotzdem freunden sie sich an und Katrin zeigt Morris, dass es sich lohnt, manchmal einfach ins kalte Wasser zu springen und sich etwas zu trauen, was man immer schon mal tun wollte.



Ungewöhnliche Freundschaft

Lina Keller FilmUNICUM: Lina, was mag Katrin denn an Morris? Mit den anderen Jugendlichen kommt er ja nicht so gut klar...
Lina Keller: Morris ist eine Persönlichkeit, die Katrin so noch nie kennengelernt hat. Sie hat zwar viele Freunde, aber trotzdem redet sie mit denen nicht über ihre Probleme. In Morris findet sie jemanden, den ähnliche Sachen beschäftigen, wie sie. Sie fühlt sich in seiner Gegenwart einfach wohl. Wenn er da ist, fühlt sie sich behütet.

Allerdings ist das nicht von Anfang an so: Zu Beginn ist Katrin ein bisschen gemein zu Morris, weil sie sich noch ziemlich von ihren Freunden beeinflussen lässt. Die können nicht nachvollziehen, was Morris für ein Typ ist und warum Katrin Kontakt zu ihm sucht. Aber irgendwann ist ihr das dann egal und sie steht dazu, dass sie Morris mag und sie sich gut verstehen. Ihre Beziehung wird im Laufe des Films immer enger.

Hast du etwas Spezielles gemacht, um dich auf deine Rolle vorzubereiten?
Ja, ich musste Skateboard fahren lernen. Das war erstmal schwer – irgendwann hatte ich dann auch einen Unfall. Ich habe mit Markees geübt, er kann ziemlich gut Skateboard fahren – er konnte lauter Tricks und ich wollte es ihm nachmachen, dabei bin ich dann aber hingefallen und habe mir eine recht große Wunde zugezogen.

Morris hat es nicht leicht in Heidelberg, er gehört nicht so richtig dazu. Hast du Tipps für jemanden, der in eine neue Stadt gezogen ist und dort neue Freunde finden möchte?
Was Morris am Anfang im Weg steht, ist, dass er ziemlich schüchtern ist. Er hat Glück, dass Katrin auf ihn zukommt, denn er hätte sich wahrscheinlich nicht getraut, sie anzusprechen. Ansonsten, wenn man noch Schüler ist, dann lernt man durch seine Schulklasse ja meistens von ganz alleine Leute kennen. Ich denke, man sollte einfach offen und man selbst sein, sich trauen, mit den anderen zu reden und nicht schüchtern sein.

Herausforderung: Schule und Schauspiel miteinander vereinen

Wie bekommst du es hin, die Schule und deine Arbeit als Schauspielerin unter einen Hut zu bringen?
Man muss die Schule immer um Erlaubnis fragen, wenn man für Drehtage frei bekommen möchte. Schwierig wird es vor allem, wenn man in manchen Fächern nicht so gut steht, aber mir haben sie es bisher immer erlaubt. Trotzdem ist es manchmal nicht leicht, denn wenn man drei oder vier Wochen fehlt, verpasst man schon ziemlich viel. Das muss man dann alles wieder aufholen.

Bei "Morris aus Amerika" hatte ich Glück, der Dreh lag vier Wochen vor den Sommerferien, so dass ich danach nicht sofort wieder in die Schule einsteigen und was können musste. Es ist zwar nicht immer leicht, Schule und Dreharbeiten miteinander zu vereinen, aber irgendwie geht es dann schon.

Fragen deine Klassenkameraden dich nach deiner Arbeit?
Ja, es gibt immer so ein paar Standardfragen, ob ich schon Geld verdiene und wieviel. Ansonsten fragen sie auch noch, wie das mit dem Text auswendig lernen ist. Die meisten können sich gar nicht so genau vorstellen, wie so ein Drehtag überhaupt abläuft. Ich erzähle dann einfach immer ein bisschen, wie es so war.

Für "Morris aus Amerika" hast du nicht nur mit deutschen Kollegen, sondern auch mit dem amerikanischen Newcomer Markees Christmas gedreht. Mit wem möchtest du in Zukunft noch gerne zusammen arbeiten?
Ich habe kein konkretes Vorbild, aber letztens habe ich "Die Fremde" gesehen, ein sehr tragischer Film. Sibel Kekilli spielt darin die Hauptrolle, sie war wirklich unglaublich toll, mit ihr würde ich gerne zusammen arbeiten. Sie hat mit wahnsinnig viel Emotion gespielt, das war wirklich beeindruckend. Das ist auch etwas, das ich selbst gerne machen möchte, ich würde gerne mal in einem richtigen Drama spielen.


UNICUM Abi Film-Tipp

Morris aus Amerika FilmMorris aus Amerika

Komödie, Deutschland 2016

Regie: Chad Hartigan

Darsteller: Markees Christmas, Lina Keller, Craig Robinson, Carla Juri

Verleih: Constantin Film

Heimkinostart: 19. Mai 2017


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Veröffentlicht am 10. Nov 2016 um 14:59 Uhr von Angela Fleischmann
Toll