Zukunft Shopping
Die Zukunft des Handels ist digital | Foto: Thinkstock/monkeybusinessimages
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07. Sep 2016

Marie-Charlotte Maas

Zündstoff

Zukunft im Warenkorb: Technik-Trends im Handel

Der intelligente Einkaufswagen

Stell dir vor, du gehst in den Supermarkt und am Ende verlässt du einfach den Laden, ohne auch nur eine Sekunde an der Kasse zu stehen. Bezahlt hast du nämlich schon in dem Moment, in dem du deine Waren in den Einkaufswagen gelegt hast. Dieser hat, mit Hilfe von Chips, die in der Packung stecken, automatisch den Gesamtpreis der Ausgaben errechnet. Bezahlt hast du daraufhin automatisch mit dem Handy.

Klingt irgendwie unglaublich? Glaubt man dem Trendreport 2020 des Verbands der deutschen Internetwirtschaft, ist die Einführung dieses intelligenten Einkaufswagens nur noch eine Frage der Zeit.

Das Smartphone als Schnäppchenjäger

Samstagnachmittag beim Shoppen. Zusammen mit Freunden bummelst du durch die Innenstadt. Plötzlich meldet sich dein Smartphone. Es hat gerade automatisch via Bluetooth die Information für ein spannendes Angebot erhalten: "Dein Lieblingsparfum erhältst du heute in der Parfümerie Müller zu einem vergünstigten Preis."

Das hört sich zugegebenermaßen ziemlich futuristisch an, wird in Großbritannien aber bereits umgesetzt. Dort setzen erste Shopping-Center auf diese Technologie.

Tschüss, Bargeld, es war schön mit dir!

Einkaufen ganz ohne Scheine und Münzen? In Schweden ist das möglich. Wird in Deutschland noch etwa jeder zweite Einkauf bar bezahlt, ist es in Schweden nur noch jeder fünfte. Ob das Brötchen beim Bäcker, die Zeitung am Kiosk, die Cola im Café – alles kann mit Karte bezahlt werden. Sogar die Kirche sammelt die Kollekte lieber bargeldos ein, und auch die Obdachlosenzeitung kann man mit Hilfe mobiler Kartenlesegeräte erwerben.

So manchen wird das freuen, schließlich macht es das Portemonnaie um einiges leichter. Ein bisschen gruselig dagegen hört sich diese Idee an: Das Kreditkartenunternehmen Mastercard hat vor einiger Zeit Überlegungen angestellt, seinen Kunden Kreditkarten-Funkchips unter die Haut zu implantieren. Sollte das eines Tages Realität werden, könnten wir mit Funksignalen aus dem Oberarm bezahlen – statt mit PIN oder Unterschrift.

Alles online oder was?

Laut einer Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom kaufen immer mehr Deutsche online ein, viele sogar mehrmals im Monat. Und das gilt nicht nur für die jüngere Generation, sondern auch für ältere Nutzer ab 65 Jahren. Vor allem Mode und Textilien werden gerne im Internet geshoppt, und auch Unterhaltungselektronik, Bücher und E-Books, Möbel und Dekorationsartikel bestellen wir am liebsten bequem im Netz.

Interessant: Im Kommen ist auch das Kaufen von Lebensmitteln – einst die letzte großen Bastion des stationären Handels – per Mausklick. Die schweren Einkäufe werden so problemlos bis an die Haustür geliefert.

Nie wieder Neonlampen

Du hasst Umkleidekabinen, weil es darin so eng ist und das Licht dich zudem jedes Mal unvorteilhaft aussehen lässt? Dann wirst du diese Entwicklung lieben! 'Augmented Reality', erweiterte Realität, heißt die Technologie, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

Insbesondere im Modesegment können Kunden beim Online-Shopping via Webcam Kleidungsstücke virtuell anprobieren und deren Farben und Style ohne Probleme ändern. Davon profitieren auch die Shops: Je sicherer die Käufer bei der Auswahl der Produkte sind, desto weniger der bestellten Ware werden sie zurückschicken.

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