EM 2016 Vorbericht
Hast du dir deinen Platz beim Public Viewing schon gesichert? | Foto: Thinkstock/william87
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08. Jun 2016

Tom Schmidtgen

News

EM 2016: Das musst du wissen!

-ARCHIV-

Der ultimative Vorbericht für alle Fußball-Checker

Die Favoriten der EM 2016

Deutschland

Natürlich ist die deutsche Nationalmannschaft wieder einmal Favorit. "Die Mannschaft" reist als aktueller Weltmeister an und hat seit zwanzig Jahren keinen EM-Titel mehr geholt. Der Anspruch auf den Pokal ist diesmal also sehr hoch. In Gruppe C treffen wir auf die Ukraine, Polen und Nordirland – bis in das Achtelfinale sollten wir also kommen. Nach der bitteren Niederlage im Testspiel gegen die Slowakei konnte sich die Nationalmannschaft mit einem Sieg gegen Ungarn im Vorfeld der EM wieder auf Kurs bringen.

Frankreich

Bei der "Grande Nation" ist der Druck extrem hoch: Frankreich will den Titel im eigenen Land holen. Die Chancen stehen gar nicht schlecht! Das Team besteht aus hochkarätigen Youngsters wie Anthony Martial (20 Jahre alt, Marktwert: 32 Millionen Euro) und bekannten Leistungsträgern wie Paul Pogba und Antoine Griezmann. Die Gruppe A scheint ebenfalls machbar; Frankreich trifft auf Rumänien, Albanien und die Schweiz.

Spanien

An die spanische Nationalmannschaft gingen die letzten EM-Titel 2008 und 2012. Nun hat sich die "Selección" etwas verjüngt, zum Beispiel mit Thiago von Bayern München oder Álvaro Morata. Doch zur Erinnerung: Auch bei der WM 2014 ging Spanien als Favorit ins Rennen und scheiterte schon nach der Vorrunde. Spanien trifft in der Gruppe D auf starke Mannschaften: Tschechien, Kroatien und Türkei.


Die Underdogs

Belgien

Belgien war zur EM 2012 noch nicht einmal qualifiziert und wurde dann die Überraschungsmannschaft der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Völlig unerwartet spielten sie sich bis ins Viertelfinale und scheiterten dort knapp mit 1:0 gegen Argentinien. Deshalb hat Belgien auch bei der Europameisterschaft 2016 Chancen auf den Titel. Die "Roten Teufel" haben gute, junge Spieler wie Eden Hazard oder Kevin De Bruyne. Dagegen spricht, dass Belgien noch nie einen Titel geholt hat und den Finaldruck nicht kennt. Und die Gruppe E ist eine echte Hammergruppe! Belgien stößt auf Italien, Irland und Schweden.

England

Das Mutterland des Fußballs war zuletzt eher der Dauerversager. Doch nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2014 hat ein Umdenken eingesetzt. Bei den "Three Lions" spielen nun junge Stars wie Raheem Sterling (erst 21) neben Routiniers wie Wayne Rooney. Beim Vorbereitungsspiel am 2. Juni konnte England schon einmal gegen Portugal gewinnen.

Österreich

Ja, auch unser Nachbar kann gut Fußball spielen! Bei den Österreichern erwartet niemand einen Titel, doch die Mannschaft ist heiß. Unter den Nachbarn spielt auch einer der weiß, wie Titel gewinnen geht: David Alaba von Bayern München. In der Gruppe F ist gegen Portugal, Island und Ungarn alles möglich.


Neue Regeln

Pünktlich zur EM 2016 hat die International Football Association Bord (IFAB) über 95 Regeln geändert. Das ist die größte Umstellung seit über 130 Jahren. Die wichtigsten Änderungen und einige Kuriositäten:

Elfmeter

Der Elfmeter-Schütze darf zwar immer noch verzögern. Aber sobald er komplett abstoppt, bekommt er die Gelbe Karte und es geht mit einem indirekten Freistoß für den Gegner weiter.

Unterwäsche

Nun wird also auch geregelt, was der Spieler darunter trägt: Die Unterhose muss die gleiche Farbe wie die Hose haben.

Trinkpausen

Zur WM in Brasilien war es schon Usus, nun steht es schwarz auf weiß: Wenn es sehr heiß ist, darf der Schiedsrichter für eine Trinkpause unterbrechen. Die verlorene Zeit wird nachgespielt.

Schuh verloren

Das kann witzig werden! Wenn ein Spieler zukünftig seinen Schuh verliert, muss er ihn nicht mehr wie bisher sofort wieder anziehen, sondern kann bis zur nächsten Unterbrechung warten und darf "schuh-los" weiterspielen.

Vorteil

Entschied der Schiri bisher für Vorteil, zeigte er dies mit zwei nach vorne ausgestreckten Armen an. Das entfällt nun. Es reicht auch einer. Mal schauen, wie das angewandt wird. Es könnte nämlich zu Verwechslungen mit dem Anzeigen eines indirekten Freistoßes kommen – da hebt der Spielleiter auch einen Arm.

Verletzungspause

Wenn sich ein Spieler verletzt und die Betreuer auf den Platz kommen müssen, musste der Spieler bisher immer vom Feld und durfte erst wieder hinein, wenn der Schiri ihm das im laufendem Spiel genehmigte. Nun haben die Ärzte 20 Sekunden Zeit für die Behandlung. Ist der verletzte Spieler danach wieder fit, darf er direkt auf dem Feld bleiben. Diese Regeländerungen könnte zu unsportlichen Zeitspieltaktiken führen.

Ecke oder Eigentor?

Schießt der Spieler eine Ecke direkt in das eigene Tor, also das auf der gegenüberliegenden Seite, dann zählt dies nicht als Tor für den Gegner, sondern nur als Ecke. Diese Regel wird wohl niemals angewandt werden müssen. Aber auch Extremfälle müssen geregelt sein. Das Mantra, dass dieser Regel zugrunde liegt ist: Aus einem Vorteil (die Ecke) darf kein direkter Nachteil (das Eigentor) entstehen.


This One's for You - Der offizielle Song zur EM 2016

Den Hit zur EM liefert diesmal der weltbekannte französische DJ David Guetta mit der Sängerin Zara Larsson. Das Lied "This One’s For You“ ist eingängig, gewohnt elektrisch und lässt sich sicher in ganz Europa gut hören.

Das Kuriose: Im Dezember 2015 rief David Guetta dazu auf, für die EM-Hymne die eigene Stimme aufzunehmen, und so Teil des Projektes zu werden. Über eine Million Menschen machten mit! Der Song mit den Fanstimmen wird bei den Eröffnungs- und Finalspielen, sowie bei einem Konzert am Eiffelturm am 9. Juni live von David Guetta und Zara Larsson performt. Auch beim Torjubel in den Stadien wird "This One’s For You" eingespielt.
 

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