Schüler kostet 6.000 Euro pro Jahr
Dass du Schüler bist, kostet dein Bundesland Geld | Foto: Thinkstock/RomoloTavani
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19. Mär 2015

Andreas Benz

News

Ein Schüler kostet rund 6.000 Euro im Jahr

Je nach Schulform variieren die Ausgaben

Laut Statistischem Bundesamt (Stand: 19. März 2015) gaben die öffentlichen Haushalte im Jahr 2012 rund 6.300 Euro pro Schüler aus. 100 Euro mehr als noch 2011 und 1.700 Euro mehr als 2000. Am teuersten sind die Personalkosten mit 5.100 Euro. Für Lehrmittel und die Unterhaltung der Schulgebäude wurden 800 Euro ausgegeben. Baumaßnahmen und andere Sachinvestitionen fielen im Schnitt mit 400 Euro ins Gewicht, der einzige Betrag der im Verlgeich zum Vorjahr sank.

Je nach Schulform variierten die Ausgaben. Grundschulen benötigten 5.400 Euro im Jahr 2012, Integrierte Gesamtschulen und Gymnasien 7.200 Euro. Die geringsten Kosten hatten die beruflichen Schulen. Sie benötigen pro Kopf 4.300 Euro, die Berufsschulen im Dualen System sogar nur 2.700. Zu erklären ist dies durch den Teilzeitunterricht. Große Unterschiede gab es auch in den einzelnen Bundesländern.

Ausgaben für öffentliche Schulen je Schüler

  • Baden-Württemberg: 6.300 Euro
  • Bayern: 6.800 Euro
  • Berlin: 7.500 Euro
  • Brandenburg: 6.500 Euro
  • Bremen: 6.300 Euro
  • Hamburg: 7.600 Euro
  • Hessen: 6.500 Euro
  • Mecklenburg-Vorpommern: 6.100 Euro
  • Niedersachsen: 5.900 Euro
  • Nordrhein-Westfalen: 5.500 Euro
  • Rheinland-Pfalz: 6.000 Euro
  • Saarland: 5.800 Euro
  • Sachsen: 6.700 Euro
  • Sachsen-Anhalt: 7.400 Euro
  • Schleswig-Holstein: 5.600 Euro
  • Thüringen: 8.000 Euro

Die Abweichungen zwischen den einzelnen Bundesländern liegen an den verschiedenen Schulstrukturen. Das Unterrichtsangebot ist nicht einheitlich geregelt und auch bei der Ganztagsbetreuung gibt es große Differenzen. In vielen westdeutschen Bundesländern betreut eine Lehrkraft zum Beispiel mehr Schüler als im Osten des Landes.

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