Schreibblockade
Bei einer Schreibblockade gilt: Kopf frei und positiv denken! | Foto: Thinkstock/Blackregis
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27. Mai 2015

Andrea Behnke

Abitur-Prüfungen

Tipps gegen Schreibblockaden

So kommst du in den Schreibfluss!

Get the Schreibfluss started: Texte schreiben

Referate, Klausuren, Erörterungen – all das will und muss zu Papier gebracht werden. Aber was tun, wenn’s einfach nicht klappt mit dem genialen Einstieg? "Fast jeder kennt Schreibhemmungen", weiß Prof. Otto Kruse, Leiter der Schreibschule Erfurt und Professor an der dortigen FH. Schreiben will gelernt sein – doch wie man einen Schreibprozess gestaltet und Schreibblockaden überwindet, steht selten auf dem Stundenplan. Somit ist der Respekt gerade vor längeren Schreibaufgaben bei den meisten groß. "In Deutschland hat Schreiben etwas Geniehaftes", meint die Augsburger Schreibdozentin und Buchautorin Dr. Doris Märtin. Dabei ist sie sicher: Schreiben ist zu 90 Prozent reines Handwerk. "Das kann man lernen wie Klavierspielen." Und damit sollte man so früh wie möglich anfangen – so hat die Angst vorm ersten Satz in der Abi-Klausur keine Chance! Hier die wichtigsten Tipps:

Erst die Pflicht

Es kommt nicht auf den supergenialen Einstieg an, sondern darauf, dass man einfach loslegt! Oftmals entstehen Blockaden durch den Druck, alles perfekt machen zu wollen. Wichtig ist, dass überhaupt ein Text entsteht, an dem später gefeilt werden kann. Doch: Mit der Überarbeitung erst dann beginnen, wenn der Text steht – andernfalls kommt man vielleicht nie zum Schluss ...

Nicht festbeißen

Der Übergang von einem zum nächsten Punkt in der Hausarbeit gefällt nicht? Keine Ahnung, wie man einen Gedanken in der Klausur formulieren soll? Fatal wäre es jetzt, sich an dieser Stelle allzu lange aufzuhalten. Besser: Eine Lücke lassen, die später immer noch gefüllt werden kann.

Gut strukturiert ...

... ist halb gewonnen, meint Dr. Doris Märtin. Vor allem bei längeren Texten, die zu Hause geschrieben werden, empfiehlt es sich, das Schreiben in kleine Portionen aufzuteilen. Zeit in den Aufbau eines Textes zu investieren, lohnt sich immer. "Dank einer guten Gliederung kann das Ganze baukastenmäßig zusammen gestellt werden", so die Schreiblehrerin. Dadurch ist die Gefahr, die Übersicht und die Lust zu verlieren, gebannt. Sich ein paar Stichworte zu machen, die dann häppchenweise bearbeitet werden, ist auch bei Prüfungen und Klausuren hilfreich.

Die Übung macht's

Schreibschwierigkeiten können, so paradox es sich anhört, am besten durch Schreiben überwunden werden. Otto Kruses Tipp: "Sich mit den Wörtern anfreunden und mit ihnen spielen. Einmal mit Genuss Wörter aneinander reihen, ohne gleich einen Zweck erfüllen wollen." Übungen aus dem Kreativen Schreiben eignen sich gut, um in den so genannten "Schreibfluss" zu kommen. Mittlerweile gibt es an fast jeder Volkshochschule Kurse, in denen man dem Spaß an der Sprache auf die Spur kommt.

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