Dein erster Tag auf der Arbeit
Tipps für einen raketenstarken Start am ersten Arbeitstag | Foto: bowie15/ThinkStock
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19. Apr 2017

Marc Wiegand

Zukunftsweiser

Keine Panik: So gelingt der erste Arbeitstag

Nicht lästern oder klugscheißern

Da ist dieser besondere Tag im Kalender. Dick und rot markiert. Und diese Markierung steht für etwas wirklich Neues. Nämlich für den ersten Tag beim neuen (oder überhaupt ersten) Arbeitgeber. Und das ist mit Sicherheit kein Tag wie jeder andere. Das betont auch Simone Stargardt, Geschäftsführerin einer Weiterbildungsakademie und ehemalige Personal-Managerin: "Man sollte darauf achten, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Sonst macht man sich selbst das Leben schwer."

Wer sich von Beginn an offen und interessiert zeige, werde positiv von den Kollegen aufgenommen und komme leichter an wichtige Informationen heran. "Auf welche Punkte der Chef besonderen Wert legt oder worauf man den Kollegen XY am besten nicht anspricht – das erzähle ich doch keinem unsympathischen Stinkstiefel", sagt Stargardt dazu.

No-Go-Themen am Anfang

So wichtig es sei, gerade als Neuling interessierte Fragen zu stellen, so wichtig sei es aber auch, gewisse Fragen erstmal unausgesprochen zu lassen. "Urlaub, Pause, Feierabend – Fragen danach stelle ich hinten an", rät die Expertin und ergänzt: "Genauso wenig lästere ich über meinen früheren Arbeitgeber oder mache gleich am ersten Tag eine ganze Reihe von Verbesserungsvorschlägen." Andernfalls würde man schnell in die ungeliebte Besserwisser-Schublade gesteckt.

Stargardt empfiehlt, sich frühzeitig Gedanken über den ersten Arbeitstag zu machen. "Vorbereitung ist alles. Damit kann ich mir selber Stress nehmen", betont sie. Zu einer guten Vorbereitung gehöre es, sich mit dem Anfahrtsweg vertraut zu machen und in Erfahrung zu bringen, in welchem Raum und Gebäude sich der Arbeitsplatz befindet. "Wer gleich am ersten Tag eine Viertelstunde zu spät reinschneit, erntet allgemeines Kopfschütteln."

Erstmal nur zu Besuch ins Büro

Auch ein Vorab-Termin am neuen Arbeitsplatz ist hilfreich. "Vielleicht reiche ich meinen Sozialversicherungsausweis bei der Personalabteilung ein oder ich hole Unterlagen ab – es gibt genug Aufhänger, um ein paar Tage vorher in der neuen Abteilung vorbeizuschauen", sagt Stargardt.

Dieser zusätzliche Aufwand zahle sich mehrfach aus: Man signalisiere besonderes Engagement und habe die Gelegenheit, den einen oder anderen Kollegen schon einmal persönlich kennenzulernen – und sich seinen Namen einzuprägen.

Doch noch ein anderes heikles Thema lässt sich so entschärfen: die Unsicherheit bezüglich des Dresscodes. "Ich kann beobachten, was die Kollegen tragen, und mich zu meinem ersten Arbeitstag entsprechend kleiden", sagt die Expertin. Grundsätzlich gelte die Devise: besser over- als underdressed. "Eine  Krawatte kann ich abnehmen, aber aus einem zerknitterten T-Shirt wird kein feines Oberhemd."

Der Einstand mit Süßigkeiten oder Snacks kann ein weiterer Mosaikstein für einen gelungenen ersten Arbeitstag sein. "Die Gewohnheiten und Vorlieben gehen da stark auseinander. Also besser vorher fragen."

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