Ins Ausland zum Studieren
Wie wäre es mit einem Studium in Barcelona? Oder woanders auf der Welt? | Foto: Unsplash/Toa Heftiba

06.01.2016

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Ins Ausland

30.11.2015

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Studium

11.01.2016

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Ins Ausland zum Studieren – wohin?

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13. Apr 2017

Ann-Christin Kieter

Zukunftsweiser

Goodbye, Deutschland: 3 x Studieren und Leben im Ausland

Studieren in Holland

Anika Feldmann (18) studiert Psychologie im 1. Semester an der University of Twente in Enschede

Ich studiere in den Niederlanden, weil …
"… ich bei Marktbesuchen und Shoppingtouren oft positive Eindrücke gesammelt habe, mir die Menschen sehr sympathisch sind und die Sprache schon immer lernen wollte. Außerdem lebe ich so in einem 'fremden' Land und kann trotzdem schnell mal Freunde und Familie besuchen."

So läuft das Studium ab:
"Statt in zwei Semester ist das Jahr in vier Module/Quartale aufgeteilt. Man studiert hier sehr praxisorientiert, in jedem Modul gibt es eine Projektarbeit. Zusätzlich hat man ständig 'Assignments' zu erledigen und schreibt mittendrin Klausuren. Ganz schön zeitintensiv! Aber wenn man Hilfe benötigt, kann man die Dozenten immer ansprechen – übrigens mit 'Du'."

So klappt das mit der Sprache:
"Das Studium ist komplett auf Englisch. Auch so spreche ich mehr Englisch als Niederländisch, da hier viele internationale Studierende sind. Trotzdem habe ich vorher einen Kurs gemacht. Schließlich will ich die Sprache des Landes, in dem ich lebe, auch verstehen."

So lebe ich in Enschede:
"Der riesige Campus ist wie eine kleine Stadt – mit Supermarkt, Sporthallen, einem Arzt etc. Ich wohne in einem Zimmer mit eigenem Bad und Gemeinschaftsküche im 'International Housing'. Die Wohndauer ist allerdings auf ein Jahr beschränkt. Da das Wohnen in Holland teurer ist als in Deutschland, ziehen viele in die Grenzstadt Gronau."

Übrigens …
"… die Einführungstage ('Kick-In') an der Uni Twente darf man nicht verpassen. Ein neun Tage langes Festival mit Sportangeboten, Barbecue, Pool- und Schaumparty und vielem mehr – der perfekte Studienstart!"

Anika Feldmann


Studieren in Spanien

Manuel Torko (23) macht seinen Bachelor of Business Administration an der EU Business School in Barcelona

Ich studiere in Spanien, weil …
" ... ich früher intensiv Basketball gespielt habe und mir in den Kopf gesetzt hatte, den Sport mit einem Studium in Amerika zu kombinieren. Das hatte sich irgendwann erledigt – aber der Traum, im Ausland zu leben, ist geblieben. Spanien ist ehrlich gesagt nur mein Plan B. Zuerst bin ich nach Miami gezogen, doch der 'American Dream' war nach einem Semester beendet. Bei einem Urlaub in Barcelona habe ich realisiert, dass es einen Alltag in der Nähe von Palmen, Strand und Meer auch um die Ecke gibt."

So läuft das Studium ab:
"An meiner kleinen, privaten Schule finden die Vorlesungen und Seminare mit maximal 30 Leuten statt. Das führt zu einem recht vertrauten Verhältnis mit den Dozenten, manche darf man nach einiger Zeit duzen. Ab und zu kommen als Gastredner aktive Personen aus der Arbeitswelt. Prüfungen schreiben wir in der Mitte (Midterms) und am Ende des Semesters (Finals)."

So klappt das mit der Sprache:
"In der Schule reden alle Englisch miteinander. Aber für den Alltag – vor allem außerhalb des Zentrums – ist es schon wichtig, Spanisch zu können. Nach einem Anfängerkurs zu Hause habe ich hier drei Monate lang eine Sprachschule besucht. Im Moment bekomme ich Online-Einzelunterricht per Skype. Dass es trotzdem noch Situationen gibt, in denen ich kein Wort verstehe, ist normal."

So lebe ich in Barcelona:
"Meine Wohnung liegt etwas außerhalb und gehört einem guten Bekannten. Im Zentrum ist die Wohnungssituation recht angespannt. Viele leerstehende Wohnungen sind für Touristen reserviert. Deswegenleben viele Studierende in WGs.

Übrigens …
" … spürt man deutlich, dass man in Katalonien ist. Der Wunsch nach Unabhängigkeit von Spanien ist bei vielen groß und damit kommt das Streben nach Individualität und Eigenständigkeit."

Manuel Torko


Studieren in Dänemark

Vera Götze (20) studiert im 3. Semester Stadtplanung an der Aalborg Universitet in Kopenhagen

Ich studiere in Dänemark, weil …
"… Kopenhagen die beste Stadt der Welt ist. Das weiß ich seit 2014, als ich als Au-pair hergekommen bin. Ich habe acht Jahre lang mit meiner Familie in Moskau gelebt und eine deutsche Schule besucht. Mit dem Abi von dort darf ich in Russland nicht studieren. Da ich in Deutschland auch keinen kannte, konnte ich genauso gut in einem anderen Land anfangen.

So läuft das Studium ab:
"An meiner Uni haben wir 50 Prozent Vorlesungen und 50 Prozent 'problembasiertes Lernen', also unser Semesterprojekt. Es ist toll, dafür rauszukommen. Allerdings finde ich, dass ich zu viel Freizeit habe. Vieles könnte schneller gehen. Wenn man zum Beispiel einen Gruppenarbeitsprozess anfängt, arbeitet man erstmal eine Woche einen fachlich-sozialen Kontrakt mit seinen Ängsten und Ambitionen für das Projekt aus."

So klappt das mit der Sprache:
"Da alle Englisch sprechen, kam ich am Anfang ohne Vorkenntnisse zurecht. Aber Dänisch lernt man sehr schnell. Nach einem Jahr kann man locker die Prüfung bestehen, die man für den Zugang zu den Unis braucht. Übrigens ist Deutsch (unbeliebtes) Pflichtfach in der Schule. Deswegen
habe ich viel Nachhilfe gegeben."

So lebe ich in Kopenhagen:
"Ich teile mir ein kleines Häuschen mit zwei anderen Mädels. WGs sind hier aber eher der Ausnahmefall. Studentenwohnheime sind beliebter – für die guten gibt es Wartezeiten von zwei Jahren."

Übrigens …
"… das Leben in Dänemark ist wirklich teuer. Deswegen isst man nie außerhalb, sondern hat immer seine Brotbüchse dabei. Anfangs hatte ich ein langweiliges Käsebrot drin, mittlerweile erkunde ich ganz kreativ alle Finessen des Smörrebröd."

Vera Götze


Studieren im Ausland: Die Länder-Top-15

  1. Österreich, 19,7 %
  2. Niederlande, 17,2 %
  3.  Großbritannien, 11,7 %
  4. Schweiz, 11,0 %
  5. USA, 7,6 %
  6. Frankreich, 4,9 %
  7. China, 4,7 %
  8. Schweden, 3,4 %
  9. Ungarn, 2,1 %
  10. Dänemark, 1,9 %
  11. Spanien, 1,9 %
  12. Kanada, 1,3 %
  13. Italien, 1,0 %
  14. Australien, 1,0 %
  15. Türkei, 0,9 %

Quelle: Studie "Wissenschaft weltoffen kompakt 2016" (DZHW/DAAD). Wichtigste Gastländer, Anteil in Prozent aller deutschen Studierenden im Ausland 2013.

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