Tipps für Plan fürs Berufsleben
Und jetzt? Finde deinen beruflichen Weg | Foto: Thinkstock/-slav-
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18. Apr 2016

Marie-Charlotte Maas

Abi... und dann?

Was soll ich mal werden?

3 Pläne fürs Berufsleben

"Ich möchte für andere Menschen da sein."

Enrica in Kenia | Foto: PrivatEnrica (18): "Diesen Sommer habe ich vier Wochen als Helferin in einem kenianischen Kinderheim gearbeitet – anschließend stand für mich fest, was ich eigentlich schon immer wusste: Ich möchte Sozialarbeiterin werden und mich für andere Menschen engagieren, am liebsten im Ausland, gerne wieder in Afrika. Vielleicht liegt das Bedürfnis, für andere da zu sein, bei uns in der Familie: Meine Eltern sind beide Krankenpfleger.

Früher wollte ich Ärztin werden, aber Freundinnen, die den Beruf ausüben, haben mich abgeschreckt, denn sie haben keine Zeit für Familie und Freizeit. Darauf möchte ich nicht verzichten – die berühmte Work-Life-Balance ist mir wichtig. Ich bin froh, dass ich durch meine Arbeit in Afrika bestätigt wurde, in welche Richtung ich beruflich gehen soll. Es war eine Art Generalprobe. Ich habe gemerkt, wie anstrengend es ist, in einem helfenden Beruf zu arbeiten, dass ich oft an meine Grenzen stoße, aber auch, wie viel es mir gibt und wie viel Spaß ich daran habe."


"Selbstbestimmt arbeiten zu können, ist mir wichtig."

Bodensee-Fan Manuel | Foto: PrivatManuel (24): "Bevor ich mich entschieden habe, mein Abitur zu machen, habe ich als Fachinformatiker gearbeitet. Ich habe also bereits Erfahrung gesammelt und dementsprechend eine ziemlich genaue Idee davon, wie mein Berufsleben aussehen soll. Meine Idealvorstellung wäre es, im Homeoffice zu arbeiten und mir meinen Tag selbst einteilen zu können. Meine produktiven Phasen lassen sich nicht in reguläre Arbeitszeiten quetschen, oft bin ich gerade nachts sehr aktiv.

Für einen Job – gerne im IT-Bereich oder im Bankensektor –, der mir Spaß macht und mich erfüllt, wäre ich auch bereit, sehr viel zu arbeiten. Natürlich sollte dann auch das Gehalt stimmen. Wichtiger als der Verdienst ist mir allerdings etwas anderes: Ich stamme vom Bodensee und dort möchte ich auch bleiben. Das hört sich für manche merkwürdig an, wo doch alle aus meiner Generation in großen Städten leben möchten und Arbeitgeber maximale Flexibilität fordern. Aber das ist mir egal, ich lasse mir da nicht reinreden."


"Ich möchte mein Hobby zum Beruf machen."

Paulina | Foto: PrivatPaulina (17): "In ein paar Monaten mache ich Abitur, wie es danach weitergehen soll, habe ich schon ziemlich genau vor Augen: Ich möchte in der Filmbranche arbeiten, am liebsten als Produzentin oder Regisseurin. Ich habe bereits zwei Drehbücher für Filme geschrieben und diese zusammen mit Freunden umgesetzt.

Ich habe keine romantische Vorstellung von der Tätigkeit. Ich weiß, dass es Phasen geben wird, in denen ich wenig verdiene und mich wahrscheinlich mit einem Nebenjob über Wasser halten muss. Diese Vorstellung ist schon gewöhnungsbedürftig, vor allem da ich aus einer Beamtenfamilie komme und für mich ein festes Gehalt und eine sichere Anstellung immer selbstverständlich waren. Darauf zu verzichten, macht mir auch ein bisschen Angst, aber ich könnte mir nicht vorstellen, einen Beruf zu ergreifen, der nicht gleichzeitig auch meine Leidenschaft ist. Ein Nine-to-five-Job im Büro wäre meine Horrorvorstellung – damit wäre ich unglücklich, das weiß ich."


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