Naturwissenschaften Studium bestehen
Ohne Vorbereitung kann das Studium dich zur Verzweifung bringen | Foto: Unsplash/Tim Gouw

Studium

16.09.2015

Anspruchsvolle Studiengänge

Keine Angst vor anspruchsvollen Studiengängen!

Sie zählen zu den anstrengendsten Studiengängen in der deutschen Hochschullandschaft: Rechtswissenschaften, Medizin, Ingenieurwesen und Theologie. Doch es gibt Hoffnung – ... mehr »

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03. Mär 2017

Ann-Christin Kieter

Studium

Keine Angst vor Naturwissenschaften!

Durchfallen im Studium? Nein, danke!

Mathe: Durchfallquote: 47 %*

Was ist anders als in der Schule?

Der Abstraktionsgrad ist deutlich höher. Statt bekannte Rechenverfahren anzuwenden, muss man im Studium Aussagen über abstrakte Objekte beweisen. Die Vermittlungsgeschwindigkeit ist so hoch, dass es teilweise ein richtiges Lernfach wird. In 45 Uni-Minuten kommt viel mehr dran als in einer Schulstunde. 

Woran scheitern die meisten?

Statistik ist für viele die Horror-Disziplin, aber im reinem Mathe-Studium nur Wahlfach. Probleme bereitet generell die große Anzahl an Kombinationsmöglichkeiten der Beweisschritte. Und da die Themen stark aufeinander aufbauen, rächen sich Wissenslücken später mit hoher Sicherheit.


Physik: 41 %*, Chemie: 40 %* und Bio: 30 %*

Was ist anders als in der Schule?

Die Themen werden vertiefter behandelt, wechseln aber trotzdem schneller. An die großen Vorlesungen, in denen der/die Professor/in ausschließlich vorträgt und fast keine Fragen gestellt werden, musst du dich erst gewöhnen. In Seminaren, Übungen und Praktika hingegen arbeitest du viel allein. Du dokumentierst und wertest selbstständig durchgeführte Versuche aus. In Biologie kommst du unter Umständen um Sezierkurse und Tierversuche nicht herum.

Woran scheitern die meisten?

Die ersten Klausuren sind besonders hart, weil quasi ausgesiebt wird. Es sollen nur diejenigen übrigbleiben, die wirklich für das Fach geeignet sind. In Chemie gilt das Modul "Anorganische und Analytische Chemie" beispielsweise als schwerste Hürde. Und Physik besteht nicht nur aus spannender Experimentalphysik, sondern viel aus theoretischer Mathematik. Außerdem braucht man die Grundlagen der jeweils anderen Naturwissenschaften.

Du liebst Chemie, aber hasst Physik? Sorry, aber das wird dann nix. Für alle drei Fächer gilt: Die Arbeitsbelastung ist sehr hoch und du wirst unzählige Stunden im Labor verbringen.


So kommst du durch ein Naturwissenschaftsstudium!

Vor dem Studium

Viele Hochschulen bieten Vorkurse in den kritischen Fächern an, meistens als Blockseminare im Sommer nach den Abi-Prüfungen. Unterricht ist dann zum Beispiel einen Monat lang unter der Woche von 10 bis 16 Uhr. Manchmal gibt es auch Abendkurse während der Schulzeit – am College der BTU Cottbus Senftenberg beispielsweise. Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos und ohne Zulassung möglich.

In den ersten Semestern

Gerade bei den Grundlagen hilft es sehr, in Lerngruppen zu arbeiten. Wenn möglich, solltest du dich anfangs ganz auf das Studium konzentrieren und keine zeitintensiven Nebenjobs annehmen. Ein einmal entstandener Rückstand lässt sich kaum aufholen.

Später

Mit einem Job als studentische Hilfskraft tauchst du noch tiefer in die Thematik deines Studienfachs ein, lernst die Leute an der Uni und den Wissenschaftsbetrieb besser kennen und verdienst nebenher noch Geld.


InfoFachliche Beratung

Dr. Norbert Röhrl (Mathe) und Birgit Vennemann (NaWi) vom MINT-Kolleg Baden-Württemberg, einem Gemeinschaftsprojekt der Uni Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

 

*aktuelle Berechnung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)

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