Lückenfüller Praktikum
Ein Praktikum als wichtiges Puzzle-Teil für deine Karriere | Foto: Thinkstock/Ingram Publishing
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20. Jun 2016

Christina Scholten

Praktikum

Kluger Lückenfüller: Das Praktikum

5 Dinge, die du dazu wissen solltest

Die Praktikumssuche

Das Schwierigste ist wie so oft der Anfang. Die unzähligen Möglichkeiten können nämlich manchmal ziemlich erschlagend sein. Es ist immer hilfreich, Ordnung im Kopf zu schaffen. Schreib auf, was du gerne machst, worin du gut bist und was du gerne machen würdest. Dann geht es an die Recherche: Sprich mit Freunden und der Familie über die Möglichkeiten, such im Internet, welche Fachrichtungen es gibt.

Manchmal lohnt es sich auch, sich mal im Branchenbuch der Stadt umzusehen, um einen Überblick zu erhalten. Auch bei Praktikums- und Jobbörsen wie dem UNICUM Karrierezentrum kann man einen kreativen Input bekommen – das gilt auch für ein Auslandspraktikum.

Die Bewerbung

Einen Praktikumsplatz zu bekommen, war vor ein paar Jahrzehnten sicherlich ein wenig einfacher als heute. Aber wer sich kümmert, kommt auch ans Ziel. Doch wer zu den großen Firmen will, weiß Bernadette Seiler vom Unternehmen "Die Bewerbungsschreiber", muss sich auf viele Konkurrenten gefasst machen und damit rechnen, dass es nicht sofort mit der ersten Bewerbung klappt. Aber Angst davor zu haben, dass man schlechter ist als die anderen oder zu wenig im Lebenslauf stehen zu haben, braucht man nicht.

"Auch die Arbeitgeber wissen, dass Schüler oft nicht so viel im Lebenslauf stehen haben, wie es bei zehn Jahren Berufserfahrung sein kann", meint Bernadette Seiler. Sie rät dazu, der Bewerbung ein Motivationsschreiben beizulegen. Dort kann der Bewerber sehr genau ausführen, warum er gerade zu dem Unternehmen wolle, außerdem kann man dort Hobbys und Talente hervorheben. "Wenn es zum Beispiel um handwerkliche Berufe geht und man schreibt, dass man in der Freizeit gerne mit Holz arbeitet. Oder wenn man anderswo kreativ ist. Wenn man keine Hobbys hat, können es auch Ehrenämter oder andere Engagements sein. Und bitte aus der Not heraus keine Angaben erfinden! Lügen werden schnell durchschaut und der Kandidat scheidet aus dem Bewerbungsprozess aus."

Die Bezahlung von Praktika

Weil beim Praktikum die Ausbildung im Vordergrund steht, wird oft wenig gezahlt. Wenn es sich jedoch um ein freiwilliges Praktikum vor dem Studium handelt, erklärt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinem "Praktikumscheck", dann muss für die ersten drei Monate "eine angemessene Vergütung zum Bestreiten des Lebensunterhalts gewährt werden." Auch das Kindergeld wird normal weitergezahlt, wenn man nachweisen kann, dass es sich um eine Maßnahme für die Ausbildung handelt.

Mindestdauer

Auch wenn du nur mal reinschnuppern willst, solltest du sechs bis acht Wochen beim Unternehmen bleiben, um den "Arbeitsalltag" mitzubekommen. Außerdem haben Fachhochschulen, die für ihre Studiengänge ein Vorpraktikum verlangen, Vorgaben über die Dauer der Praktika, die du für die Immatrikulation erfüllen musst.

Nach dem Praktikum

Noch während der letzten Tage des Praktikums solltest du dich darum kümmern, dass du ein Praktikumszeugnis bekommst – du hast ein Anrecht darauf. Darin steht nicht nur, wie du dich geschlagen hast, sondern auch alle Aufgabenfelder und der Zeitraum. Mit diesem Zeugnis kannst du dich schließlich bewerben und es als Nachweis über dein Praktikum nutzen, wenn du es dir irgendwo anrechnen lassen willst.


UNICUM Linktipp

  • Unter karriere.unicum.de/praktikum findet ihr im UNICUM Karrierezentrum seriöse Praktikumsangebote aus ganz Deutschland, aber auch internationale Stellen.

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